Saumäßig Rallyspaß in Dirt3

Seit­dem ich wie­der in der Nähe von Ham­burg woh­ne bis es am Sonn­tag nach Ame­ri­ka geht, woh­nen mei­ne drei klei­nen Cou­sins wie­der direkt um die Ecke. Seit­dem steht des­halb nicht nur Fuß­ball auf dem Tages­plan, son­dern auch Dirt. Ehe­mals Dirt2 und nun Dirt3 mit Lenk­rad zocken.

Also habe ich ges­tern Dirt3 instal­liert und mein altes Force Feed­back Racing Wheel mit viel Mühe zum Lau­fen gebracht. Da die Trei­ber nicht mit dem SP1 von Win­dows 7 kom­pa­ti­bel sind, muss­te ich das Ser­vice Pack run­ter­schmei­ßen. Eine ande­re Lösung gibts lei­der nicht.

Schaltflamme des BMW Z4Ich will kei­nen aus­führ­li­chen Test­be­richt schrei­ben, aber mal kurz schil­dern was mir beson­ders auf­ge­fal­len ist.
Dirt3 ist nicht ganz so wild wie sein Vor­gän­ger, in dem Geg­ner und Ren­nen zwar action­reich aber sehr bra­chi­al waren. Hät­te der Scha­den Aus­wir­kun­gen auf die Fahr­ei­gen­schaf­ten gehabt — gute Nacht. Dirt3 wirkt fili­gra­ner und viel­sei­ti­ger. Stre­cken wie­der­ho­len sich längst nicht so oft wie in Dirt2, da ver­schie­de­ne Stre­cken­tei­le unter­schied­lich zusam­men­ge­fügt immer eine neue Stre­cke erge­ben. Ein und die­sel­be Stre­cke kann nun außer­dem ver­schie­de­ne Wit­te­rungs­be­din­gun­gen auf­wei­sen, dar­un­ter Son­ne, Däm­me­rung, Gicht, Nacht, Regen, Schnee, usw. Das Auto und der Schwie­rig­keits­grad kön­nen indi­vi­du­el­ler auf das eige­ne Kön­nen und auf die Stre­cke ange­passt wer­den. Tuning und aus­ge­dehn­te Indi­vi­dua­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten wie in Need for Speed gibt es hin­ge­gen nicht.

Das Menü ist wesent­lich über­sicht­li­cher als in Dirt2, der Fuhr­park ist inter­es­sant gewählt und — wie das gan­ze Spiel — her­vor­ra­gend ver­tont. Ähn­lich wie in Klas­si­kern wie Got­hik, sind alle erdenk­ba­ren Situa­tio­nen mit pas­sen­den Audio­files ver­se­hen. So gibt es kur­ze kna­cki­ge Geschich­ten zu den Autos und zu den Ein­stel­lun­gen; alles sehr pra­xis­nah. Sym­pa­tisch fin­de ich auch die direk­te Anre­de im Spiel. Aus einem von hun­der­ten bereit­ste­hen­den Audio­files kann man sei­nen eige­nen Namen wäh­len. Das ging in Dirt2 auch schon, jedoch sind nun die Spitz­na­men neu: Pro­fes­sor, Blon­die, Sex­bom­be, Raser, und viel mehr…

Die Gra­fi­ken­gi­ne leis­tet gute Arbeit, auch wenn mehr mög­lich wäre. Wie auch immer, ges­tern haben wir dann fast den gan­zen Tag Dirt3 gespielt. Ich gebe zu: Ich fah­re gern Auto; und Dirt schont der­ma­ßen den Geld­beu­tel ;) Das Spiel ist pra­xis­nah, abwechs­lungs­reich und es kommt jede Men­ge Ral­ly-Fee­ling auf — so wie es sein soll.

Wäh­rend des Spiels habe ich ein paar Screen­shots gemacht und die­se mit Ligh­troom bear­bei­tet. Ein klei­nes foto­tech­ni­sches Expe­ri­ment. Das extrem brei­te For­mat — unge­fähr 16:7 — fällt sofort ins Auge.