Nikon D600

Auf die­ser Sei­te möch­te ich Tipps, Tricks und Emp­feh­lun­gen rund um die Nikon D600 sam­meln. Für objek­ti­ve Tests emp­feh­le ich die D600-Test­be­rich­te auf dpre​view​.com oder ken​rock​well​.com. Deut­sche Rezen­sio­nen gibt es bei Hei­se und CHIP. Die Nikon D610 hat das Staub­pro­blem nicht mehr und macht 0,5 Bil­der pro Sekun­de mehr in Fol­ge. Ansons­ten sind die Nikon D600 und D610 bau­gleich. Des­halb gel­ten die Tipps für die D600 genau­so für die D610 und umgekehrt.

Nikon D610

Wei­te­re Pro­dukt­bil­der, tech­ni­sche Daten und Infos über (beim Kauf ent­hal­te­nes) Zube­hör gibt es auf der offi­zi­el­len D600 Sei­te von Nikon.

Um mal eine spe­zi­el­le Funk­ti­on nach­zu­schla­gen, hat es sich für mich bewährt die Anlei­tung als PDF in mei­ne Drop­box zu spei­chern. Hier die deut­sche D600 Anlei­tung und das eng­li­sche D600 Manu­al.

Die D600 ist Nikons ers­te Con­su­mer-Kame­ra mit Voll­for­mat-Sen­sor. Con­su­mer Pro­duk­te sind für Hob­by-Foto­gra­fen gebaut, die pro­fes­sio­nel­le-Pro­dukt­rei­he rich­tet sich hin­ge­gen eher an Foto­gra­fen, die mit der Foto­gra­fie ihr Geld ver­die­nen. Die D600 ist also für jeman­den, der sehr gern foto­gra­fiert (oder filmt), und den Schritt zum Voll­for­mat wagen möch­te. Das Voll­for­mat hat einen wesent­lich grö­ße­ren Bild­aus­schnitt und ein bes­se­res Rausch­ver­hal­ten als Crop-Sen­so­ren. Außer­dem ist die D600 für eine Voll­for­mat-Kame­ra rela­tiv klein und leicht, wes­halb sie beson­ders rei­se­taug­lich ist. Lei­der hat sich Nikon bei der Firm­ware ein paar Pat­zer geleis­tet, die den ein oder ande­ren foto­be­geis­ter­ten Umstei­ger aufs Voll­for­mat viel­leicht ent­täu­schen wer­den. Hier­für hof­fe ich, dass Nikon in naher Zukunft noch mit einem Update ordent­lich nach­bes­sert. Bugs und Unzu­läng­lich­kei­ten habe ich auf einer eige­nen Sei­te über Nikon D600 Pro­ble­me und Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge gesam­melt. Nichts­des­to­trotz ist die D600 eine tol­le Kame­ra, die erst­klas­si­ge Bil­der machen kann. Der Preis ist mit ca. 1500€ (Stand: Feb. 2013) in Ord­nung für eine Voll­for­mat­ka­me­ra die­ser (Bild-)Qualität.

Sensor

Heu­te unter­schie­den sich gute Spie­gel­re­flex­ka­me­ras eigent­lich nur noch in drei Din­gen: Sen­sor, Hand­ling und Bedie­nung. Um das Hand­ling und die Bedie­nung wirk­lich beur­tei­len zu kön­nen, muss man das Ding selbst in die Hän­de neh­men. Hin­ge­gen kann der Sen­sor objek­tiv unter­sucht und beur­teilt wer­den. Genau dar­auf haben sich die Jungs von DxO​Mark​.com spe­zia­li­siert und tes­ten alle Sen­so­ren aus Spiegelreflexkameras.

Bevor wir uns aller­dings die Test-Ergeb­nis­se anse­hen, möch­te ich beto­nen, dass die Sen­so­ren in den aktu­el­len Spie­gel­re­flex­ka­me­ras schon so gut sind, dass mit allen erst­klas­si­ge Bil­der mög­lich sind. Für die, die es aber ganz genau wis­sen wol­len sind fol­gen­de Sensor-Tests.

Noch ein Tipp um die DxO­Mark Ergeb­nis­se rich­tig ein­ord­nen zu kön­nen: Jedes Bild wird vor der Mes­sung auf 8 Mega­pi­xel her­un­ter gerech­net. Je höher die Sen­sor­auf­lö­sung, des­to mehr Daten ste­hen für die­se Berech­nung zur Ver­fü­gung. Bild­feh­ler fal­len bei hoher Auf­lö­sung also weni­ger ins Gewicht als bei gerin­gen Sen­sor­auf­lö­sun­gen. Aus die­sem Grund erzie­len Sen­so­ren mit höhe­rer Auf­lö­sung auch bes­se­re Test-Ergebnisse.

Neben der Ergeb­nis­über­sicht aller getes­te­ten Kame­ras, kann man sich die Ergeb­nis­se jeder Kame­ra im Detail anschau­en. Dabei wird in drei Kate­go­ri­en Unter­schie­den: Farb­tie­fe, Kon­trast­um­fang und ISO-Leis­tung. Hier die Ergeb­nis­se der D600.

Speicherkarten

transcend-sd-32gbIch weiß, dass vie­le Foto­gra­fen sagen: “Wenn ich für die Kame­ra schon so viel Geld aus­ge­be, war­um dann bei Klein­tei­len wie der Spei­cher­kar­te spa­ren?”. Mei­ner Mei­nung, macht es sehr wohl einen Unter­schied ob man nun 50€ oder 25€ pro Spei­cher­kar­te aus­gibt. Denn man braucht sowie­so min­des­tens eine Back­up-Kar­te, und so lan­det man schnell im drei­stel­li­gen Bereich. In Ord­nung, wenn es das Wert ist. Aber mal ganz kon­kret: Ich habe sowohl San­disk-Spei­cher­kar­ten und Trans­cend-Spei­cher­kar­ten in täg­li­cher Nut­zung. Und ganz ehr­lich: In der Pra­xis gibt es kei­nen Unter­schied. Zum Test habe ich bei­de Kar­ten nach­ein­an­der in die Kame­ra gesteckt und die Aus­lö­sun­gen pro Minu­te gezählt, nach­dem der Puf­fer der Kame­ra voll war — Exakt glei­ches Ergeb­nis. Die theo­re­ti­sche Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­keit wird eigent­lich nie erreicht.

Also kau­fe Trans­cend-Spei­cher­kar­ten, da zahlt man nicht 50% für den Namen.

Drahtlos Bilder übertragen

Es ist nett, wenn man wäh­rend eines Shoo­tings die Bil­der auf das iPad oder Note­book über­tra­gen und sofort prä­sen­tie­ren kann. Für die Über­tra­gung gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Das WLAN-Modul von Nikon (WU-1b). Für die D600 ist das mit ca. 50€ rela­tiv erschwing­lich. Aller­dings stört mich, dass ich einen klei­nen Kas­ten an die Kame­ra ste­cken muss. Ich fin­de dabei lei­det das Handling.

eye-fi-sd-8gb2. WiFi-Spei­cher­kar­ten. Das klappt bei der D600 mit Ihren zwei SD-Slots beson­ders gut. Der wohl bekann­tes­te Her­stel­ler für WiFi-SD-Kar­ten ist Eye-fi. WiFi-SD-Kar­ten haben gegen­über nor­ma­len SD Kar­ten zusätz­lich ein WLAN Modul in der Kar­te ver­baut wor­über die Bil­der ver­schickt wer­den kön­nen. Das funk­tio­niert auch, aller­dings nicht beson­ders schnell. Um eine akzep­ta­ble Über­tra­gungs­ge­schwin­dig­keit zu errei­chen soll­te man von der Kame­ra nur JPGs mit gerin­ger Auf­lö­sung auf die Eye-fi Kar­te spei­chern las­sen. So kommt man auch nicht so schnell an das Spei­cher­li­mit, das gerin­ger aus­fällt als bei her­kömm­li­chen SD-Kar­ten. Neben­bei: Das Reti­na-iPad kann sowie­so “nur” 3,2 Mega­pi­xel dar­stel­len. Mehr ist also auch nur zuse­hen, wenn man das Bild auf dem iPad ausschnittvergrößert.

Mein Set­up sieht so aus: Auf der ers­ten SD-Kar­te spei­che­re ich immer die RAWs. Den zwei­ten Slot nut­ze ich für die Eye-fi und spei­che­re dar­auf die klei­nen JPGs. Alter­na­tiv sitzt im zwei­ten Slot eine nor­ma­le SD als 1:1 Back­up der ers­ten Kar­te. Außer­dem soll­te man im Hin­ter­kopf behal­ten, dass die Eye-fi mehr Strom ver­braucht als eine nor­ma­le SD-Kar­te. Also die Eye-fi nur benut­zen, wenn man Sie wirk­lich braucht.

Übri­gens kann man manch­mal gebrauch­te Eye-fi Kar­ten güns­tig über Ebay bekom­men. Nor­ma­ler­wei­se wür­de ich kei­ne gebrauch­ten Spei­cher­kar­ten kau­fen, aber hier kann man mal ein Auge zudrü­cken. Zum Aus­pro­bie­ren ist der regu­lä­re Preis ein­fach ziem­lich happig.