Internetanbindung als Menschenrecht

Letz­tes Wochen­en­de habe ich all mei­ne Sachen aus Mün­chen zurück nach Nord­deutsch­land gefah­ren und bei mei­ner Groß­mut­ter unter­ge­stellt. Nun woh­ne ich noch eine Woche hier in der Lüne­bur­ger Hei­de, dicht bei Ham­burg, bevor es am 18. Juni nach Ame­ri­ka geht.

Der Grund war­um in den letz­ten Tagen kaum neue Arti­kel kamen, ist der, dass es hier nur eine Anten­ne für Mobi­les Inter­net im gan­zen Ort gibt. Die­se ist so alt, dass nur GPRS unter­stützt wird. Das ist sehr lang­sam und bes­ten­falls geeig­net um eine Zug­ver­bin­dung raus­zu­su­chen.

Heu­te habe ich mei­nen Rou­ter bei mei­nem Onkel ange­schlos­sen, der weni­ge Häu­ser wei­ter wohnt. Mein Han­dy emp­fängt schwa­ches Sing­al, wes­halb ich nun wie­der anstän­dig blog­gen kann. Das Signal ist zwar insta­bil aber mit Geduld geht alles.

Da mich das The­ma Inter­net­an­bin­dung und Geschwin­dig­kei­ten auch schon damals sehr inter­es­siert hat, habe ich mal eini­ges dazu raus­ge­sucht. Eine Auf­lis­tung der Mobi­len Stan­dards, ein Ver­gleich mit DSL-Geschwin­dig­kei­ten und der Unter­schied zwi­schen theo­re­ti­scher und prak­ti­scher Geschwin­dig­keit wur­de auf surf​stick​ver​gleich​.com kurz und kna­ckig zusam­men­ge­tra­gen. Aller­dings muss ich ergän­zen, dass die prak­ti­sche Geschwin­dig­keit natür­lich auch wesent­lich von der Bewe­gungs­ge­schwin­dig­keit abhängt. Im Auto ist HSPA also auch was völ­lig ande­res als zu Fuß.

Pas­send zum The­ma Inter­net­an­bin­dung ist auch der kürz­lich ver­öf­fent­li­che Bericht von der UNO. Dort wird das Recht auf eine Inter­net­an­bin­dung als Men­schen­recht dekla­riert. Bei den länd­li­chen GPRS-Geschwin­dig­kei­ten kann ich das nach­voll­zie­hen. So lang­sa­mes Inter­net ist nicht ein­schlä­fernd, son­dern ner­vig und unbrauch­bar.

Horrorscenario: Datenverlust

Wer noch nie wich­ti­ge Daten ver­lo­ren hat, darf sich zu den weni­gen Glück­li­chen zäh­len. Mir ist es heu­te pas­siert!

Ich habe eine Siche­rung mei­ner Sys­tem­par­ti­ti­on (C:/) ein­ge­spielt, um mich den vie­len abge­lau­fe­nen Demo-Ver­sio­nen zu ent­le­di­gen und damit mein Win­dows­sys­tem auf­zu­räu­men. Beim Wie­der­her­stel­len der Sys­tem­par­ti­ti­on durch ein Par­ti­ti­ons­ab­bild wird die Sys­tem­par­ti­ti­on unwie­der­her­stell­bar über­schrie­ben. Also wird alles ent­fernt, das nach der Siche­rung hin­zu gekom­men ist. Des­halb habe ich bis­her Pro­gram­me und Daten auf ande­re Par­ti­tio­nen aus­ge­la­gert. So muss­te ich nach einer Sys­tem­wie­der­her­stel­lung neu hin­zu­ge­kom­me­ne Pro­gram­me nicht erneut instal­lie­ren und die, meist noch zeit­in­ten­si­ve­ren, Pro­gramm­ein­stel­lun­gen erneut vor­neh­men.

Lei­der schrei­ben auch die aus­ge­la­ger­ten Pro­gram­me, die nicht für den por­ta­blen Ein­satz opti­miert sind, Datei­en in die Sys­tem­par­ti­ti­on, bei­spiels­wei­se in die Regis­try. Sind die­se Datei­en nicht mehr vor­han­den, funk­tio­nie­ren Pro­gram­me meist nur noch feh­ler­haft oder gar nicht mehr. Die­se Tat­sa­che macht das Aus­la­gern der Pro­gram­me prak­tisch sinn­los, sodass ich damit im letz­ten Jahr auf­ge­hört habe, und nun Pro­gram­me wie­der stan­dard­mä­ßig auf C:/ instal­lie­re.

Klar hat das Aus­la­gern der Pro­gram­me auch ande­re Vor­tei­le, wie die effi­zi­en­te­re Recour­cen­nut­zung (Pro­gram­me und Sys­tem auf ver­schie­de­nen Spei­cher­me­di­en), die zu einer höhe­ren Leis­tung füh­ren soll. In der Pra­xis ist der Leis­tungs­schub aber nicht zu spü­ren, da Sys­tem und Pro­gram­me ohne­hin nur sehr sel­ten gleich­zei­tig auf die vol­le Band­brei­te eines Spei­cher­me­di­ums zugrei­fen “wol­len”. Der größ­te Vor­teil am Aus­la­gern der eigens instal­lier­ten Pro­gram­me ist für mich die Über­sicht­lich­keit. Man kann eige­ne Pro­gramm­ord­ner anle­gen und es ent­steht nicht die­ser Win­dows-Ord­ner-Salat, wo Her­stel­ler, Win­dows­diens­te, vor­in­stal­lier­te Tools und Pro­gram­me im Pro­gramm­ord­ner gemischt wer­den. Das macht Apple bes­ser!

Wie auch immer, ich habe alle instal­lier­ten Pro­gram­me wie­der auf der Sys­tem­par­ti­ti­on. So expor­tie­re ich mög­lichst alle Pro­gramm­ein­stel­lun­gen und Lese­zei­chen bevor ich die Sys­tem­par­ti­ti­on mit der Siche­rung über­schrei­be. An sich kein Pro­blem, man darf nur nichts ver­ges­sen! Genau das ist mir pas­siert.

Nor­ma­ler­wei­se spei­chert Ligh­troom mei­ne Bil­der beim Import auf eine eige­ne Bil­der­par­ti­ti­on. War­um auch immer, ist das seit Mai nicht mehr gesche­hen und, ohne dass es mir auf­ge­fal­len ist, wur­den die Bil­der in den Win­dows-Bil­der­ord­ner auf C:/ impor­tiert. Somit sind nun ca. 350 Bil­der von Schloss Nym­phen­burg, der Mün­che­ner Innen­stadt und dem Deut­schen Muse­um gelöscht.

Dabei ist mir die Idee gekom­men die Daten von mei­ner Foto­spei­cher­kar­te erneut ein­zu­le­sen. Dum­mer­wei­se for­ma­tie­re ich die Kar­te nach­dem alles in Ligh­troom impor­tiert wur­de. So sind schnell alle Bil­der von der Spei­cher­kar­te ent­fernt — schnel­ler als übers Menü.

Zum Glück waren die Bil­der auf der Spei­cher­kar­te wie­der­her­stell­bar, obwohl ich die­se mit mei­ner D90 for­ma­tiert hat­te. Also ist das For­ma­tie­ren der Spei­cher­kar­te über die For­ma­tie­rungs­funk­ti­on der Kame­ra kein “ech­tes For­ma­tie­ren” — ein sehr will­kom­me­ner Zufall. Die wie­der­her­ge­stell­ten Bil­der haben zwar ihren ursprüng­li­chen Namen ver­lo­ren, sodass Ligh­troom die­se nicht als schon bear­bei­te­te erkannt hat. So konn­te ich alle Fotos aus dem Deut­schen Muse­um ret­ten, muss­te aber alle erneut bear­bei­ten. Egal, haupt­sa­che die Bil­der sind wie­der da.

Für die Wie­der­her­stel­lung habe ich Recu­va von Piri­form genutzt. All­ge­mein man­cht Piri­form gute, nütz­li­che Win­dows-Tools: Der all­seits bekann­te CClea­ner, das Defrag­me­nie­rungs­tool Defragg­ler und Spec­cy zum Aus­le­sen der Sys­tem­mess­wer­te. Alle in 32 oder 64 Bit als nor­ma­le oder por­ta­ble Ver­si­on.

Fazit der Akti­on: Fast alle Bil­der des Monats Mai ver­lo­ren.
Was ler­ne ich dar­aus: Ein auf­ge­räum­tes Sys­tem und struk­tu­rier­ter Work­flow sind nicht zu unter­schät­zen; aber vor allem: BACKUP! Auch wenn in die­sem Fall die Schuld bei mir lag, kann in einem ande­ren Fall auch die Fest­plat­te abrau­chen. Dann ist das Geschrei groß, man wünscht sich in ein soli­des Back­up­sys­tem inves­tiert zu haben, als immer gehofft zu haben, man wür­de ver­schont blei­ben. Man wird nicht ver­schont.

Ich wer­de mir nach mei­ner kom­men­den Ame­ri­ka­rei­se ein RAID-Sys­tem ein­rich­ten. Wenn die nächs­te Ver­si­on von Ligh­troom alle Daten noch effi­zi­ent ver­schlüs­seln wür­de, wäre das The­ma Daten­si­cher­heit zumin­dest für mei­ne Fotos durch!

WWDC 2011: Lion, iOS5 & iCloud

Apple hat heu­te auf der World Wide Deve­l­o­pers Con­fe­rence die neu­en Betriebs­sys­te­me Mac OS X Lion und iOS5, sowie den neu­en Online-Dienst iCloud vor­ge­stellt. Die Prä­sen­ta­ti­on fand tra­di­tio­nell im Mosco­ne Cen­ter in San Fran­cis­co statt, und war zwei Stun­den nach Eröff­nung der Kar­ten­ver­käu­fe aus­ver­kauft.

Hier die zehn wich­tigs­ten Fea­tures von den Betriebs­sys­te­men:

Mac OS X Lion (Juli ’11)

1. Mul­ti­touch
2. Voll­bild-Apps
3. Mis­si­on Con­trol
4. Mac App-Store
5. Launch­pad
6. Resu­me
7. Auto Save
8. Ver­si­ons
9. Air Drop
10. Mail

iOS5 (Herbst ’11)

1. Noti­fi­ca­ti­on Cen­ter
2. News­stand
3. Twit­ter
4. Safa­ri
5. Remin­ders
6. Kame­ra
7. Mail
8. PC Free
9. Game Cen­ter
10. iMessa­ge

iCloud ist der Nach­fol­ger von mobi­le­Me und ist kos­ten­los mit 5 GB Spei­cher! iCloud syn­chro­ni­siert auto­ma­tisch Kalen­der, Kon­tak­te, Noti­zen, Musik, eBooks und gekauf­te Apps mit allen Apple-Gerä­ten die mit iCloud ver­bun­den sind. Außer­dem kön­nen kom­plet­te Back­ups, Foto­al­ben und Doku­men­te online gespei­chert wer­den.

Als “one more thing” wird iTu­nes Match vor­ge­stellt. Das ist ein Dienst, der Songs, die nicht im iTu­nes-Store gekauft wur­den, erkennt, auf iTu­nes lizen­siert und als gekauft mar­kiert. So sind die Songs von über­all abruf­bar, und wer­den zusätz­lich auf 256 kbps Qua­li­tät gebracht, da auf die Apple-eige­ne Daten­bank zuge­grif­fen wird. Der Dienst kos­tet 25$ pro Jahr und ist damit recht güns­tig. Beson­ders eig­net sich der Dienst natür­lich für Nut­zer mit gro­ßen Musik­ar­chi­ven.

Alle Infor­ma­tio­nen habe ich aus der Live-Bericht­erstat­tung von mac​news​.de, die auch in der focus­aper­tu­re-Side­bar ver­linkt ist. Die Live-Daten kom­men von benm​.at, einem iOS-Blog aus Öster­reich.

Festbrennweite vs. Zoomobjektiv

Neben Objek­ti­ven mit Fest­brenn­wei­ten gibt es Zoom­ob­jek­ti­ve wel­che eine varia­ble Brenn­wei­te haben. Als Bei­spiel das NIKKOR 85 mm 1:1,4G und das NIKKOR 24–70 mm 1:2,8G.

Fest­brenn­wei­ten sind von der Kon­struk­ti­on her viel ein­fa­cher, da sich nur für den Fokus Linsen­ele­men­te bewe­gen müs­sen. Dar­aus resul­tie­ren die kom­pak­te­re Bau­wei­se, das gerin­ge­re Gewicht und die höhe­re Licht­stär­ke.

Mit Zoom­ob­jek­ti­ven ist man fle­xi­bler, muss dafür aber Kom­pro­mis­se ein­ge­hen. Höhe­re Abmes­sun­gen, mehr Gewicht, und gerin­ge­re Licht­stär­ke.

Wie so oft, hat bei­des sei­ne Daseins­be­rech­ti­gung.
Möch­te man Fotos in völ­lig ver­schie­de­nen Auf­nah­me­si­tua­tio­nen auf­neh­men, sind Zoom­ob­jek­ti­ve von Vor­teil. Foto­gra­fiert man hin­ge­gen nur Por­traits oder benö­tigt maxi­ma­le Licht­stär­ke, so soll­te man zu Fest­brenn­wei­ten grei­fen.

Kaufberatung: Displays

Wer regel­mä­ßig Bil­der bear­bei­tet, oder haupt­säch­lich spielt, weiß einen pas­sen­den Moni­tor zu schät­zen. Also ein Moni­tor, der für den Ein­satz­zweck opti­miert ist.

Bei Gra­fi­kern ist es haupt­säch­lich die neu­tra­le Farb­wie­der­ga­be, ein gro­ßer Farb­raum, und die gleich­mä­ßi­ge Aus­leuch­tung.

Bei Spie­lern und “Fil­me-Guckern” die schnel­le Reak­ti­ons­zeit, wobei hier meist nur die Grau-zu-Grau Bild­wech­sel ange­ge­ben wer­den. So erge­ben sich sich Bild­auf­bau­zei­ten von weni­gen Mil­li­se­kun­den. Was aber eigent­lich inter­es­siert, ist der kom­plett neue Bild­auf­bau, bei­spiels­wei­se Schwarz-Weiß-Schwarz, da nur die­ser in der Rea­li­tät bzw. im Spiel den ent­schei­den­den Unter­schied macht. Also mög­lichst kei­ne Schlie­ren oder Bewe­gungs­un­schär­fen erkenn­bar sind.
Das ist so ähn­lich wie mit dem Kon­trast­ver­hält­nis. Da gibts inzwi­schen Moni­to­re mit 10.000.000:1. Ist klar dass das nur dyna­misch sein kann. Dyna­misch bedeu­tet, dass der Moni­tor in dunk­len Film­sze­nen die Hin­ter­grund­be­leuch­tung dimmt. Wenn das nicht mal stu­fen­los geschieht, sieht das rich­tig schön beschis­sen aus, und stört eher als es nützt.

Zu guter letzt gibt es noch die “preis­be­wuss­ten Anwen­der”, die alles oder gar nichts wol­len. Also ent­we­der ist ihnen das Bild völ­lig schnup­pe, weiß der Gei­er war­um, oder es sind Leu­te, die mal Spie­len, mal Bil­der und Vide­os bear­bei­ten, trotz­dem aber kein Ver­mö­gen für einen Moni­tor aus­ge­ben möch­ten. Grund­sätz­lich stel­len Moni­to­re für die­se Käu­fer­ka­te­go­rie einen Kom­pro­miss aus allen Kenn­wer­ten dar.

Klar ist, dass eigent­lich alle Anwen­der ver­nünf­ti­ge Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät von Bild­schirm, Bild­schirm­ge­häu­se und Stand­fuß erwar­ten, was erstaun­lich oft nicht zufrie­den­stel­lend vom Her­stel­ler berück­sich­tigt wird.
Wei­ter­hin macht sich im All­tag eines jeden Anwen­dungs­fel­des eine gerin­ge Blick­win­kel­ab­hän­gig­keit gut. So kön­nen Fil­me auch in einer Grup­pe genos­sen wer­den, Kun­den oder Vor­ge­setz­te sehen unver­fälsch­te Bil­der bei Pro­dukt­prä­sen­ta­tio­nen.

Mei­ne Erfah­rung ist, dass Apple sehr oft einen guten Kom­pro­miss zwi­schen benö­tig­ter Qua­li­tät und trotz­dem noch bezahl­ba­ren Prei­sen macht. Bei Kau­f­un­si­cher­hei­ten auf­grund regel­mä­ßi­ger Hard­ware-Updates von Apple, ver­wei­se ich auf die excel­len­te Apple-Kauf­be­ra­tung auf macru​mors​.com.

Für alle die kei­nen Apfel wol­len, emp­feh­le ich die Moni­tor-Kauf­be­ra­tung von prad​.de. Die sind auf Moni­to­re, TVs und Bea­mer spe­zia­li­siert und schrei­ben reprä­sen­ta­ti­ve aus­führ­li­che Rezen­sio­nen. Die fin­de ich so gut, dass der Link auch in der focus­aper­tu­re-Side­bar auf­taucht.

Dabei muss ich zuge­ben, dass ich als ange­hen­der Stu­dent, mei­ne müh­sam erwirt­schaf­te­ten Mone­ten bis­her lie­ber in schö­ne Rei­sen, Par­tys und Abend­essen gesteckt habe. Das heißt nicht, dass ich Ramsch kau­fe, ganz und gar nicht. Ich kau­fe sel­ten sehr teu­res, wenn dann sehr über­legt und Din­ge die ich lang­fris­tig nut­zen kann. Gute Objek­ti­ve, mein ehe­ma­li­ges Was­ser­bett und Gitar­ren gehö­ren dazu. Moni­to­re, die sich so schnell wei­ter­ent­wi­ckeln, sind es mir der­zeit noch nicht Wert. Des­halb besit­ze ich den LG Fla­tron W2442PA, der ein erst­klas­si­ges Preis-/Leis­tungs­ver­hält­nis auf­weißt.

Jedem das Sei­ne!

Zoomobjektive mit konstanter Lichtstärke

Es gibt Zoom­ob­jek­ti­ve mit kon­stan­ter Licht­stär­ke, und wel­che, mit sich über den Zoom­be­reich ver­än­dern­der Licht­stär­ke. Um kon­kret Ver­glei­chen zu kön­nen, müs­sen bei­de Objek­ti­ve den sel­ben Brenn­wei­ten­be­reich auf­wei­sen. Des­halb habe ich als Bei­spiel das NIKKOR 24–120mm 1:3,5–5,6G (links) und das NIKKOR 24–120mm 1:4G (rechts) genom­men.

NIKKOR 24-120 mm 1:3,5-5,6G
Bei güns­ti­gen Zoom­ob­jek­ti­ven, wird die Brenn­wei­ten­ver­än­de­rung über eine Aus­zugs­ver­län­ge­rung erzeugt. Dabei wird die gesam­te Optik nach vorn gezo­gen und so der Bild­aus­schnitt ver­grö­ßert. Die Blen­de wird dabei nur optisch klei­ner, weil sie wei­ter weg ist. Die tat­säch­li­che Blen­den­öff­nung ändert sich nicht.

Es gilt: Blen­de = Brennweite/​Öffnung.

Also je län­ger der Aus­zug, des­to mehr Licht geht ver­lo­ren.

NIKKOR 24-120 mm 1:4G
Zoom­ob­jek­ti­ve mit kon­stan­ter Licht­stär­ke sind teu­rer, da die Kon­struk­ti­on auf­wän­di­ger ist.

Zur Brenn­wei­ten­ver­än­de­rung wer­den hier Lin­sen­grup­pen zuein­an­der ver­scho­ben. Dadurch geht weni­ger Licht beim Zoo­men ver­lo­ren. Die Kon­struk­ti­on macht es außer­dem mög­lich, grö­ße­re Lin­sen zu ver­wen­den, wodurch mehr Licht ins Objek­tiv und zum Sen­sor gelangt. Die­se bei­den Tat­sa­chen machen das Objek­tiv licht­stär­ker.

Wie links erwähnt, ist in der Foto­gra­fie die Blen­de das Ver­hält­nis von Brenn­wei­te zu Öff­nung. Vor­aus­ge­setzt die Blen­de bleibt kon­stant, muss sich bei Ver­dopp­lung der Brenn­wei­te auch die Öff­nung ver­dop­peln. Zwar wird bei teu­re­ren Objek­ti­ven meist eine grö­ße­re Front­lin­se ver­baut, das reicht jedoch nicht für Brenn­wei­ten­ver­län­ge­run­gen in so gro­ßem Stil. Folg­lich muss die Blen­de klei­ner wer­den. Die größt­mög­li­che Blen­den­öff­nung bei maxi­ma­ler Brenn­wei­te wird vom Her­stel­ler als Maß genom­men und für die kür­ze­ren Brenn­wei­ten auf genau die­sen begrenzt.

Theo­re­tisch haben die­se Objek­ti­ve also bei Brenn­wei­ten unter der Maxi­mal­brenn­wei­te eine höhe­re Licht­stär­ke als angegeben/​einstellbar. Jedoch wird zur bes­se­ren Kon­trol­lier­bar­keit der Schärfen­tie­fe die­se nicht aus­ge­nutzt und ent­spre­chend begrenzt. Außer­dem müss­te die Blen­de beim Zoo­men tat­säch­lich ihre Öff­nungs­grö­ße ändern, wodurch “Sprün­ge” von Licht­stär­ke und Schärfen­tie­fe beim Zoo­men fest­stell­bar wären.