500px: Beste Bilder 2012

500px ist 2012 zu dem belieb­tes­ten Foto-Netz­werk der Welt auf­ge­stie­gen, und das zu Recht. Die Macher von 500px haben eine eben­so ein­fa­che, wie wun­der­vol­le Mög­lich­keit geschaf­fen digi­ta­le Fotos zu tei­len, zei­gen und fair zu ver­kau­fen.

Ein Ein­blick in die bes­ten auf 500px ver­öf­fent­lich­ten Bil­der, wur­de in den letz­ten Tagen nach und nach ver­öf­fent­licht. Ich kann gar nicht sagen wel­che Kate­go­rie mir bes­ser gefällt. Beein­dru­cken­de Makro- und Natur­bil­der, aber genau­so emo­ti­ons­ge­la­de­ne Auf­nah­men im Bereich Peop­le, Sport und Hoch­zeit.

Alle Bil­der der ver­schie­de­nen Kate­go­ri­en fin­den sich von Arti­kel­num­mer 433 bis 453. Ein­fach im Link ändern oder direkt auf den 500px-Blog gehen.

Fotografen in Aachen

Ein schö­ner war­mer Som­mer­sams­tag geht dem Ende ent­ge­gen. Heu­te bin ich ein paar Stun­den im nörd­li­chen Teil von Aachen spa­zie­ren gegan­gen, um die Umge­bung zu erkun­den und poten­ti­el­le Shoo­ting-Loca­ti­ons aus­zu­ma­chen. Dabei habe ich, wie auch in den letz­ten Tagen, eini­ge Foto­gra­fen ken­nen­ge­lernt (:

Vor einer Wochen wäh­rend einer Wohungs­be­sich­ti­gung habe ich Bernd Rad­ke ken­nen­ge­lernt. Pro­fes­sio­nel­ler Wer­be­fo­to­graf, sein aktu­el­les Pro­jekt shoo­tet er aber mit einer alten Kame­ra aus dem 19. Jh. Belich­tet wird auf sil­ber­ni­trat­be­schich­te­ten Glas­plat­ten. Er hat schon über 20 Lehr­lin­ge aus­ge­bil­det, lebt aber die Foto­gra­fie. Leu­te, ich muss sagen, dass ich mich viel mehr mit Bernd unter­hal­ten habe als mit dem Ver­mie­ter ;) Soll­te Bernd mal Assis­tenz benö­ti­gen, ste­he ich 5 min spä­ter vor der Tür! Sein Stu­dio soll nun übri­gens in das Zim­mer, das ursprüng­lich zu ver­mie­ten war. Direkt über der Gale­rie 45, einer klei­nen aber fei­nen Kunst­aus­stel­lung in der Lud­wigs­al­lee in Aachen.

Am Diens­tag­abend war ich mit Stu­di­en­kol­le­gen im Apol­lo fei­ern. Auf sol­chen Par­tys lau­fen wie gewohnt auch Event­fo­to­gra­fen rum. Genau den habe ich natür­lich ange­spro­chen und wir haben uns nett über Fotos, Kame­ra, Kun­den und Stu­di­um unter­hal­ten. Ich habe das Gefühl, dass hier in Aachen fast jeder zwi­schen 19 und 27 stu­diert. Sta­tis­tisch sind es 20%, gefühlt viel mehr, da die Kin­der und Omis Abends nicht mehr raus gehen. Ange­nehm so vie­le Stu­den­ten.

Auf mei­ner Tour durch die Park­an­la­ge um und von dem Quel­len­hof, Euro­grass und Casi­no, habe ich dann meh­re­re Braut­paa­re gese­hen, jedoch die beschäf­tig­ten Foto­gra­fen nicht von der Arbeit abge­hal­ten. Viel­mehr bin ich in das Euro­gress hin­ein, wo gera­de ein inter­na­tio­na­les poli­ti­sches Jugend­tref­fen statt­ge­fun­den hat. Ich spre­che die Emp­fangs­da­me an, und wie sich raus­stellt ist sie im fünf­ten Semes­ter im Foto­gra­fie­stu­di­um. Wer hät­te das gedacht?

Damit aber nicht genug, denn nach­dem ich mich von ihr nach einem inter­es­san­ten Gespräch wie­der ver­ab­schie­det hat­te, sah ich vier Frau­en drau­ßen auf einem der Spring­brun­nen ein pri­va­tes Mode­s­hoo­ting vor­zu­be­rei­ten. Wie­der ein Foto­gra­fen-Team aus Aachen, die mir nicht nur über ihre Arbeit son­dern auch davon erzäh­len, dass sie sich nicht ein­mal einen Inter­net­auf­tritt haben — das Geschäft aber trotz­dem sehr gut läuft. Sehr inter­es­sant. Viel­leicht ste­hen mei­ne Chan­cen ja doch gar nicht so schlecht hier in Aachen.

Auf jeden Fall gibt hier vie­le inter­es­san­te Foto­gra­fen und Loca­ti­ons!
Ich freue mich schon auf die kom­men­de Zeit in Aachen, wenn ich erst­mal kom­plett umge­zo­gen bin.

Saumäßig Rallyspaß in Dirt3

Seit­dem ich wie­der in der Nähe von Ham­burg woh­ne bis es am Sonn­tag nach Ame­ri­ka geht, woh­nen mei­ne drei klei­nen Cou­sins wie­der direkt um die Ecke. Seit­dem steht des­halb nicht nur Fuß­ball auf dem Tages­plan, son­dern auch Dirt. Ehe­mals Dirt2 und nun Dirt3 mit Lenk­rad zocken.

Also habe ich ges­tern Dirt3 instal­liert und mein altes Force Feed­back Racing Wheel mit viel Mühe zum Lau­fen gebracht. Da die Trei­ber nicht mit dem SP1 von Win­dows 7 kom­pa­ti­bel sind, muss­te ich das Ser­vice Pack run­ter­schmei­ßen. Eine ande­re Lösung gibts lei­der nicht.

Schaltflamme des BMW Z4Ich will kei­nen aus­führ­li­chen Test­be­richt schrei­ben, aber mal kurz schil­dern was mir beson­ders auf­ge­fal­len ist.
Dirt3 ist nicht ganz so wild wie sein Vor­gän­ger, in dem Geg­ner und Ren­nen zwar action­reich aber sehr bra­chi­al waren. Hät­te der Scha­den Aus­wir­kun­gen auf die Fahr­ei­gen­schaf­ten gehabt — gute Nacht. Dirt3 wirkt fili­gra­ner und viel­sei­ti­ger. Stre­cken wie­der­ho­len sich längst nicht so oft wie in Dirt2, da ver­schie­de­ne Stre­cken­tei­le unter­schied­lich zusam­men­ge­fügt immer eine neue Stre­cke erge­ben. Ein und die­sel­be Stre­cke kann nun außer­dem ver­schie­de­ne Wit­te­rungs­be­din­gun­gen auf­wei­sen, dar­un­ter Son­ne, Däm­me­rung, Gicht, Nacht, Regen, Schnee, usw. Das Auto und der Schwie­rig­keits­grad kön­nen indi­vi­du­el­ler auf das eige­ne Kön­nen und auf die Stre­cke ange­passt wer­den. Tuning und aus­ge­dehn­te Indi­vi­dua­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten wie in Need for Speed gibt es hin­ge­gen nicht.

Das Menü ist wesent­lich über­sicht­li­cher als in Dirt2, der Fuhr­park ist inter­es­sant gewählt und — wie das gan­ze Spiel — her­vor­ra­gend ver­tont. Ähn­lich wie in Klas­si­kern wie Got­hik, sind alle erdenk­ba­ren Situa­tio­nen mit pas­sen­den Audio­files ver­se­hen. So gibt es kur­ze kna­cki­ge Geschich­ten zu den Autos und zu den Ein­stel­lun­gen; alles sehr pra­xis­nah. Sym­pa­tisch fin­de ich auch die direk­te Anre­de im Spiel. Aus einem von hun­der­ten bereit­ste­hen­den Audio­files kann man sei­nen eige­nen Namen wäh­len. Das ging in Dirt2 auch schon, jedoch sind nun die Spitz­na­men neu: Pro­fes­sor, Blon­die, Sex­bom­be, Raser, und viel mehr…

Die Gra­fi­ken­gi­ne leis­tet gute Arbeit, auch wenn mehr mög­lich wäre. Wie auch immer, ges­tern haben wir dann fast den gan­zen Tag Dirt3 gespielt. Ich gebe zu: Ich fah­re gern Auto; und Dirt schont der­ma­ßen den Geld­beu­tel ;) Das Spiel ist pra­xis­nah, abwechs­lungs­reich und es kommt jede Men­ge Ral­ly-Fee­ling auf — so wie es sein soll.

Wäh­rend des Spiels habe ich ein paar Screen­shots gemacht und die­se mit Ligh­troom bear­bei­tet. Ein klei­nes foto­tech­ni­sches Expe­ri­ment. Das extrem brei­te For­mat — unge­fähr 16:7 — fällt sofort ins Auge.

Fotografieren mit Sweetspot: Lensbabys


Lens­ba­by ist der Name eines Her­stel­lers, der Wech­sel­ob­jek­ti­ve mit selek­ti­vem Schär­fe­be­reich vor ca. sie­ben Jah­ren erfun­den hat. Da die Fir­ma damals nur ein Objek­tiv ver­trie­ben hat, trägt die Objek­tiv­gat­tung den­sel­ben Namen. Fotos oder Vide­os, die mit einem Lens­ba­by auf­ge­nom­men sind, sind nur in einem bestimm­ten Bereich scharf, rund­her­um nimmt die Schär­fe bis zum Rand­be­reich auf sur­rea­le Wei­se immer wei­ter ab. Die­ser Schär­fe­be­reich bzw -punkt wird Sweets­pot genannt. Die Grö­ße des Sweets­pots kann durch Ver­än­dern der Blen­den­öff­nung, die Posi­ti­on des schar­fen Bild­be­reichs kann durch “ver­bie­gen” des Lens­ba­bys beein­flusst wer­den.

Lens­ba­bys basie­ren auf der Idee von Tilt-und-Shift-Objek­ti­ven, womit das Lin­sen­sys­tem rela­tiv zum Bild­sen­sor geneigt oder ver­scho­ben wer­den kann. Tilt-und-Shift-Objek­ti­ve, so auch Lens­ba­bys, die­nen vor­ran­gig der krea­ti­ven Bild­ge­stal­tung.

Die Erfin­der Craig Strong und Sam Par­due hat­ten mit die­ser Erfin­dung solch einen Erfolg, dass nicht nur das ursprüng­li­che Lens­ba­by wei­ter­ent­wi­ckelt wur­de, son­dern auch eini­ge Pro­dukt­rei­hen hin­zu gekom­men sind. So wur­de das urspüng­li­che Lens­ba­by “Muse”, ein Plas­tik­ob­jek­tiv mit einer Lin­se, ver­gü­tet und mit wei­te­ren Linsen­ele­men­ten ver­se­hen. Die Pro­dukt­rei­he “Con­trol Freak” erwei­ter­te Muse durch die Mög­lich­keit den Bild­be­reich des Sweets­pots zu fixie­ren, die Pro­dukt­rei­he “Com­po­ser” ersetz­te den Bal­gen zum “bie­gen” durch ein Kugel­ge­lenk.

Vor einem Monat hat Lens­ba­by die “Com­po­ser Pro”-Reihe auf den Markt gebracht, wel­che sich durch höher­wer­ti­ge­re Mate­ria­li­en und tech­ni­sche Fein­hei­ten von der Com­po­ser-Rei­he unter­schei­det. So sind Tubus, Dreh­ge­lenk und Fokus­me­cha­nik aus Metall und somit robus­ter und leich­ter zu bedie­nen. Neu ist auch die ein­ge­bau­te Blen­de, die nicht mehr manu­ell durch ein­set­zen eines Metall­plätt­chens geän­dert wer­den muss. Das hat vie­le prak­ti­sche Vor­tei­le: Das glei­che Motiv kann ohne Pro­ble­me mit ver­schie­de­nen Blen­den­öff­nun­gen auf­ge­nom­men wer­den, die Optik kann nicht mehr so leicht mit den Fin­gern ver­schmutzt wer­den.

Wie alle Lens­ba­bys ist auch die Com­po­ser Pro-Rei­he mit dem Lens­ba­by Optic Swap Sys­tem kom­pa­ti­bel, womit der “Lens­ba­by-Effekt” noch durch Fishe­ye, Pin­ho­le etc. ver­fei­nert wer­den kann. Lens­ba­by ist kom­pa­ti­bel zu allen nam­haf­ten SLR-Kame­ra­her­stel­lern. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det man auf der Her­stel­ler­sei­te oder auf der, wie ich fin­de, sehr lesens­wer­te Sei­te dpre​view​.com, die auch in der focus­aper­tu­re-Side­bar ver­linkt ist. Auch auf dpre​view​.com die aus­führ­li­che Rezen­si­on des neu­en Lens­ba­by Com­po­ser Pro.

Fotowettbewerb: Ich bin eine Nikon

Ein Freund hat mich kürz­lich auf den aktu­el­len Foto­wett­be­werb “Ich bin…” von Nikon auf­merk­sam gemacht. Ziel ist es mit dem eige­nen Bild und dazu pas­sen­den Spruch mög­lichst vie­le Votes zu sam­meln, und so in die Top 100 End­aus­wahl der Nikon-Jury zu kom­men. Die bes­ten 50 erhal­ten einen Preis von Nikon.

Ich bin erstaunt welch gro­ßen Zuspruch der Wett­be­werb fin­det. Inner­halb der letz­ten fünf Minu­ten wur­den über 30 neue Bei­trä­ge ver­öf­fent­licht, die man in der Wett­be­werbs-Gale­rie anschau­en kann.

Neben unkrea­ti­ven Vor­schlä­gen wie “Ich bin ich” oder “Ich bin Nikon”, fin­det man auch vie­le lus­ti­ge und inter­es­san­te Bei­trä­ge. Hier wel­che, die ich beson­ders gut fin­de:

Deutsches Museum Monochrom

Nach dem Daten­fi­as­ko vor zwei Tagen, habe ich mich wirk­lich sehr über die wie­der­her­ge­stell­ten Fotos vom Deut­schen Muse­um gefreut. Die Fotos konn­te ich von mei­ner “for­ma­tier­ten” Spei­cher­kar­te wie­der­her­stel­len, wobei ich neben­bei gelernt habe: Nikon for­ma­tiert nicht wirk­lich. Zum Glück, in die­sem Fall.

Hier noch­mal der Ori­gi­nal­ar­ti­kel zum Deut­schen Muse­um.

Und nun eini­ge der Bil­der, die ich wie­der­her­stel­len konn­te: