Die ersten Tage in Aachen

Ges­tern bin ich früh mor­gens mit dem Auto von Ham­burg nach Cel­le gefah­ren, um den Com­pu­ter von mei­nem Groß­va­ter zu repa­rie­ren. Nach kur­zer Zeit stand fest, dass die RAM-Modu­le defekt sind. Also Garan­tie­fall, aber dafür ist erst Zeit nächs­tes Wochen­en­de, denn ich bin wie­der in Aachen.

Nach mei­ner Dia­gno­se in Cel­le bin ich, dies­mal mit dem Zug, nach Aachen gefah­ren. Mit dem Zug, da ich dies­mal kei­ne Mit­fahr­ge­le­gen­heit zu ent­spre­chen­der Zeit gefun­den habe, güns­tig mit dem Schö­nes-Wochend-Ticket fah­ren konn­te und den Woh­nungs­schlüs­sel von Ger­hard abho­len muss­te. Die Sache mit dem Woh­nungs­schlüs­sel ist der Ham­mer! Am Wochen­en­de habe ich mich bei couch​sur​fing​.org ange­mel­det und nach aus­fül­len mei­nes Pro­fils und einer Nach­richt an Ger­hard, war mein war­mes Bett für die nächs­ten Tage gesi­chert. Klas­se sowas!

Ges­tern Abend ging es dann noch ins Stu­den­ten­dorf auf eine klei­ne Grill­par­ty, die genutzt wur­de um sich als Zim­mer­be­wer­ber dort vor­zu­stel­len und ken­nen­zu­ler­nen. Eine eben­so gran­dio­se Idee, beson­ders im Gegen­satz zu den eher lang­wei­li­gen Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen. So konn­ten alle gleich sehen wie man so drauf ist vor und nach fünf Bier ;)

Heu­te war dann Mathe­vor­kurs den gan­zen Tag. Vie­le Leu­te getrof­fen und schön in einer r bes­ten Frit­ten­bu­den der Stadt essen gegan­gen. Geäder bin ich von einem ande­ren Vor­stel­lungs­ge­spräch im Hali­fax zurück. Jetzt war­tet die hei­ße Käse-Schin­ken-Piz­zaim Ofen. Ein erfolg­rei­cher Tag geht zu Ende.

Es tut sich was

Ges­tern habe ich den hal­ben Tag mit Sel­fas­sess­ments der RWTH Aachen ver­bracht. Neu­er­dings ist das für eine Imma­tri­ku­la­ti­on an der RWTH Pflicht. Im Nach­hin­ein muss ich sagen: Scha­de, dass ich nicht frü­her davon gewusst habe. Vie­le Infor­ma­tio­nen habe ich mir im letz­ten Jahr hän­disch her­aus­ge­sucht und so viel mehr Zeit inves­tiert.

Ich fand die Tests erstaun­lich pas­send, gut erklärt und über­sicht­lich struk­tu­riert. So stel­le ich mir ein anstän­di­ges Online-Sel­fas­sess­ment vor! Mor­gen gehts dann wahr­schein­lich per­sön­lich nach Aachen um auch ver­schie­de­ne Woh­nun­gen anzu­se­hen.

In nächs­ter Zeit wer­de ich den Blog ein wenig für nicht Foto und nicht IT miss­brau­chen, da in let­zer Zeit ein­fach soviel ande­res in mei­nem Leben pas­siert. Ange­fan­gen mit dem Umzug von Mün­chen zurück in die Nord­hei­de, die gro­ße Ame­ri­ka-Tour und nun Umzug nach Aachen, Woh­nungs­su­che, Anfang von mei­ner Stu­di­en­zeit. Also in den kom­men­den Wochen wenig Foto und IT, das ändert sich dann aber wie­der. Wenn ich in Aachen alles gere­gelt habe und das Stu­di­um begon­nen hat, möch­te ich hier nur noch von Foto­gra­fie und IT berich­ten und dar­über dis­ku­tie­ren ;)

Wie schnell die Zeit vergeht

Ich sit­ze seit eini­gen Stun­den am Flug­ha­fen in San Fran­cis­co. Ich habe eine klei­ne jedoch unge­müt­lich mit Neon­röh­ren beleuch­te­te Lounge gefun­den, gleich neben Sub­way. Ich lie­ge und sit­ze abwech­selnd auf der brau­nen Kunst­le­der­couch. Ruck­sack und Jacke for­men eine Kopf­stüt­ze. Mein iPad sorgt für alles ande­re: “Cir­que du soleil”-Musik über Pan­do­ra, als Lek­tü­re das ebook “Der Hoch­zeits­fo­to­graf” von Stef­fen Bött­cher aka Stil­pi­rat aus Buch­holz.

In der Zeit in der ich hier sit­ze fal­len mir nicht nur die vie­len Details der Loca­ti­on auf, auch die Stim­mung und Mimik der Men­schen in mei­ner Nähe, auch der Geruchs­cock­tail aus flug­ha­fen­ty­pi­schem Groß­raum­bü­ro, Kero­sin, wei­chen Sub­way Baguettes und der Wisch­mop­sei­fe des Mops der um mei­ne Füße her­um wischen­de Rein­ma­che­frau. Ich den­ke mit fort­schrei­ten­der Zeit immer mehr über die letz­ten zwei Mona­te nach, in denen ich hier in Ame­ri­ka unter­wegs war und mehr gese­hen und erlebt habe wie noch nie zuvor.

Mei­ne Rei­se begann an der East­co­ast in Ral­eigh, North Caro­li­na, 18. Juni, ame­ri­ka­ni­scher Vater­tag. Das weiß ich, weil mich Jim, ein 65 jäh­ri­ger Freund aus Fay­et­tevil­le, zu einem erst­klas­si­gen ers­tem Din­ner in der 42nd St. Oys­ter Bar ein­ge­la­den hat. Ich habe Ber­ge im Han­ging Rock Sta­te Park erklom­men, bin das erst mal mit einem Hybrid­au­to gefah­ren, habe mich in die war­men Wel­len in Myrt­le Beach gestürzt. Ich habe mei­nen 20. Geburts­tag mit Geburts­tags­tor­te und Bur­gern rich­tig ame­ri­ka­nisch gefei­ert, bin in Pools gesprun­gen, habe Dop­pel­tür­kühl­schrän­ke mit Eis­au­to­mat schät­zen gelernt und ein echt übles Gewit­ter mit Wal­nuss gro­ßen Hagel­kör­nern mit­er­lebt.

Mei­ne Güte, das war nur ein Bruch­teil der ers­ten Woche. Der Arti­kel wür­de als Buch enden, wenn ich alles zu erzäh­len ver­such­te.

Auch wenn ich eigent­lich live berich­ten woll­te, habe ich schnell gemerkt, dass das nicht klappt. Und mich somit für zwei Mona­te kom­plett aus dem Blog­le­ben ver­ab­schie­det. Es gab ein­fach zu viel zu erle­ben und zu sehen, und zu sel­ten eine Inter­net­an­bin­dung ;) Dafür habe ich mich foto­gra­fisch wei­ter­ge­bil­det. Bil­der gemacht, mit vie­len Foto­gra­fen gespro­chen, in zwei Wochen alle Knack­scharf-Fol­gen durch­ge­hört und Pad­dys ebook in zwei Tagen durch­ge­le­sen. Stef­fens “Der Hoch­zeits­fo­to­graf” kommt aber sich auf den glei­chen Schnitt, die Hälf­te ist in den letz­ten Stun­den am Flug­ha­fen gele­sen.

Ich bin müde, mei­ne Gedan­ken krei­sen, und die­ser total unor­ga­ni­sier­ter Arti­kel gibt den Auf­takt zu einer wie­der akti­ve­ren Foto- & Tech­nik-Blog-Pha­se.

Norddeutschland vs. Süddeutschland

Bevor ich vor einem hal­ben Jahr nach Mün­chen gezo­gen bin, habe ich sechs Jah­re in Roten­burg (Wüm­me) gewohnt. Wenn mich hier jemand fragt, wo ich vor­her gewohnt habe, sage ich immer “zwi­schen Bre­men und Ham­burg”, da sonst die meis­ten an den Kan­ni­ba­len von Roten­burg (Ful­da) dach­ten. Eine eher ungüns­ti­ge Asso­zia­ti­on. Zwi­schen Bre­men und Ham­burg trifft es aber ganz gut, weil ich regel­mä­ßig in bei­den Städ­ten unter­wegs war.

In mei­ner Zeit hier in Mün­chen sind mir Unter­schie­de auf­ge­fal­len, die anders sind als man viel­leicht ver­mu­ten mag. Vie­le Nord­deut­sche haben den­ken vom Bay­ern, dass er spie­ßig sei. Das Gegen­teil ist der Fall. Die Leu­te sind, nicht zuletzt durch die Bier­gär­ten, gesel­li­ger und mit Sicher­heit eben so freund­lich wie in Ham­burg! Hier fin­det man sehr schnell Freun­de. Alle Mün­che­ner mit denen ich gespro­chen habe, und das sind nicht weni­ge, den­ken übri­gens posi­tiv über Nord­deutsch­land, vor allem über Ham­burg!

Nun aber mei­ne Ein­drü­cke von Ham­burg und Mün­chen im Ver­gleich:

Der Größ­te Trumpf von Ham­burg ist, dass es dicht an Nord und Ost­see liegt und mit der Elbe ein mäch­ti­ger Fluss durch Ham­bur­ger Gelän­de fließt. Dar­aus fol­gen die lecke­ren Fische, die fri­sche See­luft und der gro­ße Hafen. Klar, die Nord- und Ost­see­inseln sowie Küs­ten­re­gio­nen, wie der berühm­te Tim­men­dor­fer Strand, sind für einen kur­zen Strand­ur­laub oder zum Sur­fen bes­tens geeig­net. Lei­der hat so ein Meer auch einen Nach­teil: Und zwar das wech­sel­haf­te Wet­ter mit Stan­dard-Bewöl­kung. Trotz­dem muss ich zuge­ben, dass mein Traum-Wohn­ort irgend­wo am Meer liegt; Ber­ge müs­sen nicht unbe­dingt sein.
Neben den geo­gra­phi­schen Gege­ben­hei­ten bie­tet Ham­burg natür­lich auch eine schö­ne Innen­stadt: Die Als­ter ist wun­der­bar zum Segeln oder zum drum her­um Jog­gen, die Möncke­berg­stra­ße super zum shop­pen und an der Schan­ze kann man gut und güns­tig essen gehen. Nachts geht die Par­ty auf der Ree­per­bahn, und am Wochen­en­de wird in der “Strand­per­le” ent­spannt oder bei Spie­len vom HSV oder St.Pauli mit­ge­fie­bert.

Mün­chen ist in Deutsch­land ja die schi­cke Stadt, und so fühlt man sich auch. Vie­le wun­der­schö­ne gepfleg­te Grün­flä­chen (um nur zwei zu nen­nen: Den Eng­li­schen Gar­ten und den Olym­pia­park), Bier­fla­schen wer­den weg­ge­sam­melt, selbst wenn Abends Müll­ei­mer über­füllt und Papier­fet­zen rum­flie­gen, erwacht mor­gens alles in neu­em Glanz.
In Mün­chen Innen­stadt sind an jeder Ecke Zei­tungs­käs­ten mit Geld­kas­set­te zu fin­den — sowas habe ich bis­her in kei­ner ande­ren Groß­stadt gese­hen. Offen­bar gibt es weni­ge die nicht bezah­len — super so ein gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en.
Geni­al fin­de ich Bay­ri­sche Trach­ten. Die sind nicht nur ange­nehm, son­dern geben auch ein Grup­pen­ge­fühl. Es macht ein­fach mords­mä­ßig Stim­mung in einer Run­de mit Leder­ho­se, Mass und Bret­ze im Bier­gar­ten zu sit­zen. Bier ist in Mün­chen auch was ganz ande­res! Es ist als Grund­nah­rungs­mit­tel aner­kannt ;). Hier trinkt jung, alt, Mann und Frau Augus­ti­ner Lager­bier.
Der Stand­ort Mün­chen bie­tet außer­dem viel Abwechs­lung: Ski­fah­ren in den Alpen in einer Drei­vier­tel­stun­de, Gar­da­see, und damit echt Urlaubs­fee­ling, in gut drei Stun­den. Durch die süd­li­che­re Lage, geht die Son­ne in der ers­ten Jah­res­hälf­te abends frü­her unter, bleibt dafür in der zwei­ten Jah­res­hälf­te län­ger am Him­mel. Ein ange­neh­mer Tausch.
Wenn man durch Mün­chens Innen­stadt läuft, bemerkt man, dass die Leu­te schi­cker ange­zo­gen sind. Es kom­men eben typi­sche Süd­stadt-Gefüh­le auf, wie man es teil­wei­se von Mila­no oder Como (am Comersee) in Ita­li­en kennt.
An man­chen Klei­nig­kei­ten merkt man jedoch, dass die Bay­ern sich schon ein biss­chen als eige­nes Völk­chen sehen. Letz­tens hör­te ich im Radio: “Bei einem Anschlag in Afgha­ni­stan wur­den sechs deut­sche Sol­da­ten schwer ver­letzt, ob Bay­ern dabei sind ist noch unklar”. Das grenzt schon an Unhöf­lich­keit.

Ach, und noch was neben­bei: Wenn man einen Aus­län­der fragt, wie er sich einen typi­schen Deut­schen vor­stellt, sagt die­ser fast immer: Bier in der Hand, Leder­ho­se, karier­tes Hemd. Zuver­läs­sig, pünkt­lich und genau. Viel­leicht noch ein klei­ner Schwen­ker zu Adolf — beson­ders wenn man Leu­te in Ame­ri­ka fragt.

Sieht mir nach einer kla­ren Sache aus: Vor­ur­tei­le sind sicher­lich ober­fläch­lich und unge­nau, tref­fen aber bei eini­gen, nicht unbe­dingt weni­gen zu.

Stimmt doch, zumin­dest das mit dem Bier. Prost!

Trachtenkauf bei Trachtenrausch

Seit­dem ich gese­hen habe, wie es in Mün­che­ner Bier­gär­ten zu sich geht, möch­te ich eine Tracht haben. Ange­nehm sol­len die sein, halt­bar und natür­lich kul­tig. Ich hege gene­rell ein Fabel für spe­zi­el­le aber bewähr­te Klei­dung: Das geht vom Anzug über den Arzt­kit­tel, über die Uni­form, bis hin zur Tracht. Gezielt ein­ge­setzt bzw. ange­zo­gen ist es wirk­lich was Beson­de­res und macht was her. Ähn­lich wie Effekt­shots in der Foto­gra­fie. Immer Fishe­ye ist ner­vig.

Nach kur­zer Recher­che im Netz stand fest, ich gehe zu Trach­ten­rausch. Die haben nicht nur ein Dut­zend guter Online-Bewer­tun­gen, son­dern sind auch bei mir um die Ecke.

Nach­dem ich pas­sen­de Haferl­schuh, eine per­fek­te Leder­ho­se, Hemd und Woll­so­cken zusam­men hat­te, habe ich noch schnell ein paar Bil­der zur Erin­ne­rung geschos­sen.

Eine ergiebige Linksammlung…

…ist der Grund­stein für effek­ti­ve Recher­chen. Des­halb habe ich eini­ge mei­ner bewähr­ten und häu­fig genutz­ten Web­sites in die Side­bar ein­ge­fügt.

Die Online-Ange­bo­te von Goog­le wer­de ich nicht alle ein­zeln auf­füh­ren, da es schlicht und ergrei­fend zu vie­le erwäh­nens­wer­te sind. Des­halb emp­feh­le ich die Goog­le-eige­ne Über­sichts­sei­te, die die meis­ten Goog­le-Ange­bo­te über­sicht­lich dar­stellt.

Von den “meis­ten” des­halb, weil belieb­te und wich­ti­ge Sachen wie Goog­le Trends oder Goog­le Ana­ly­tics, das für umfang­rei­che Web­ana­ly­sen dient, gar nicht auf­ge­führt sind. Jedoch braucht Otto-Nor­mal­ver­brau­cher so etwas wahr­schein­lich nicht, also ver­ständ­lich, dass Goog­le es der Über­sicht hal­ber weg­lässt.

Ich mer­ke selbst, dass ich gera­de nur noch über Goog­le schrei­be. Dazu habe ich vor weni­gen Tagen einen inter­es­san­ten Arti­kel auf Com­pu­ter­ba­se gele­sen. Pas­sen­der Titel: Goog­le ist über­all!

…womit der Kolum­nist von Com­pu­ter­ba­se gar nicht so unrecht hat.